Die unteren 10000
Die 2010 in Bern entstandene Theatergruppe Die unteren 10000 strebt Produktionen an, die auf die Unmittelbarkeit der Aufführungssituation reagieren. Eine kreative Variation der Spielorte fragt jedes Mal neu nach dem Verhältnis zwischen Akteur und Zuschauer und erschafft so innovative Theatersituationen. Entgegen einer festgefahrenen Erwartbarkeit werden mit jeder Inszenierung neue Gegebenheiten gesucht, die eine ästhetische Reaktion provozieren. Eine flexible Organisationsstruktur ermöglicht eine dynamische Anpassung des Ensembles an neue Herausforderungen, die notwendige Kompetenzen situationsbedingt akquirieren kann. Gestützt wird diese Struktur von einem harten Kern, der von der bisherigen Zusammenarbeit profitieren kann.

Interdisziplinarität stellt dabei eine zentrale Komponente der Kooperation dar. Die Einflüsse von unterschiedlichen Kunstschaffenden mit verschiedenen theoretischen Ausbildungen und praktischen Erfahrungen werden kombiniert, um in der Synthese ein wirkungsvolles ästhetisches Erlebnis zu schaffen. Dieses soll der Unterhaltung dienen, dem Publikum jedoch nicht die Frage verschleiern, weshalb es sich zur vereinbarten Zeit am Spielort eingefunden hat.