Panopsis
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Anlässlich einer Vernissage im Februar des Jahres 2011 konzipieren Moritz Achermann und Martin Obrist eine musikalische Performance zur Eröffnung der Ausstellung. Geplant ist eine Verbindung aus lector performance, Theater und Konzert, die sich einer genauen Spartenzuteilung aufgrund ihrer Heterogenität widersetzt. Kurze Dialogszenen, Lesungen philosophischer Texte und Aktionen im und mit dem Publikum mischen sich mit den Klängen eines Streichquartetts mit Gesang.

Aus Texten von Michel Foucault, Richard Sennett, Georg Büchner und George Orwell werden in einer Montage verschiedene Perspektiven auf aktuelle Formen der sozialen Kontrolle geworfen. Ziel ist es, im Publikum eine Stimmung der gegenseiten Beobachtung zu schaffen, um den ZuschauerInnen die Angst vor einer neuen Form der Überwachung zurückzugeben.

Im Anschluss der Kammermusikzyklus "Verläufe" für 2 Soprane, Streichquartett sowie diverse Objekte und Gerätschaften versucht ein zentrales Gebiet der modernen Kunst musikalisch umzusetzten. Einerseits wird die Polystilistik, das Sich-Bedienen bei den Künsten verschiedener Epochen und deren Verschmelzung - eben Verlaufen - behandelt, aber auch das Spiel mit den Erwartungen des Betrachters/ Hörers, die Übergänge von Bekanntem zu Ungesehenem/ Ungehörtem. "Verläufe" ist eine Mischung aus Konzert und Performance, ein Mix von Eigenem und Geklautem, Komischem und Ernstgemeintem, kurzum ein abenteuerlicher, musikalischtheatralischer Komplex.
Aufführungen

Dienstag, 01.02.2011 um 20:30
Beerhaus Bümpliz

Ensemble

Text, Regie, Technik
Martin Obrist
 

musikalische Leitung
Moritz Achermann
 

Schauspiel
Julia Haenni
Miko Hucko
Sandro Ilg
Martin Obrist
Thea Reifler
Thibault Schiemann
Angela Wüst
 

Gesang
Laura Schiemann
 

Streichquartett
Luisa Hafner
Moritz Achermann
Lea Imola
Sofie Benz
 

Printdesign
Ramon Feller
 

Fotografie
Gabriel Flückiger